Kontrastprogramm – endlich ein bisschen Glück

17 09 2010
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Donnerstag 16. September

Auf beide Betten aufgeteilt, hatten wir im Vergleich zur Nacht davor, eine sehr angenehme und erholsame Nacht. Da wir gestern noch nicht allzu viel von Monterey gesehen hatten, wollten wir, bevor wir nach San Luis Obispo aufbrechen, uns noch ein wenig die Stadt angucken. Doch vorher stand das Frühstück auf der Tagesordnung. Nachdem das Auto mit allen Gepäckstücken bepackt war, liefen wir hinüber zum Bürogebäude, Ausschau haltend nach dem Breakfast-Room. Im Internet stand etwas von einem „Deluxe continental breakfast“. Dieses wollten wir nun schließlich genießen, doch der Raum, in dem das hoffentlich üppige Mahl aufgebaut war, blieb uns zunächst verborgen.

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Als wir schließlich im Office nachfragen wollten, viel uns dort eine kleine Nische auf der rechten Seite auf, in der ein kleine Vitrine mit verschiedenen Gepäcksorten, ein Kaffeespender und ein O-Saft-Behälter stand. Geschockt von dem Anblick entschließen wir uns spontan beim Starbucks um die Ecke zu frühstücken. Das Breakfast war uns halt nicht „deluxe“ genug.

Als nächstes ging es also wieder zurück zum Wharf, wo wir gestern hauptsächlich negative Erfahrungen gemacht hatten. In der Nähe des Hafens fanden wir einen Parkplatz, den wir 2 Stunden lang kostenlos nutzen konnten. Zu Fuß waren es dann ca. 10 Minuten bis zum Eingang des hölzernen Piers. Auf gut Glück gingen wir beim Veranstalter der Waltouren vorbei, wo ich nachfragte, ob vielleicht jemand meine Brille dort abgegeben hatte. Dies war nicht der Fall, doch die nette Frau im Shop rief die Bootsbesatzung (zu diesem Zeitpunkt auf dem Meer) an und fragte dort nach. Tatsächlich hatte einer der drei Besatzungsmitglieder die Brille beim Saubermachen des Schiffs am Vortag gefunden, diese aber mit nach Hause genommen, da der Shop zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossen hatte. Leider hatte er vergessen, die Brille am nächsten Tag wieder mitzunehmen.

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Wir mussten also warten, bis er zurück von der Tour kam. In der Zwischenzeit fuhren wir den 17 Mile Drive entlang. Eine Privatstraße, die entlang der Küste verläuft und schöne Ausblicke aufs Meer und prächtige Anwesen zulässt. Als wir in Monterey losfuhren schien die Sonne. Ein Mal um die Küste nach Carmel gefahren, verschleierten dichte Wolken die Küste. Auf den ersten paar Kilometern des 17 Mile Drive war daher die Sicht stark eingeschränkt. Erst auf dem letzten Abschnitt zogen die Wolken wieder von dannen und erlaubten sehr schöne Blicke auf die Küste und das Meer.

Danach ging es zurück zum Fisherman´s  Wharf. Dort angekommen stellten wir erfreulicher Weise fest, dass die Nachmittagstour des Veranstalters abgesagt wurde, sodass – so mutmaßten wir – das Besatzungsmitglied ausreichend Zeit hatte, um mir die Sonnenbrille zu holen. So war es auch. Leider musste ich noch bis 15 Uhr warten, da der Herr mit dem Fahrrad unterwegs war und die Fahrt nach Hause etwas länger dauern sollte.

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Die Wartezeit vertrieben wir uns mit einem Mittagessen in Downtown Monterey und einen kleinen Spaziergang in der selbigen. Da wir anschließend immer noch gut eine Stunde Zeit hatten, entschlossen wir uns, das gute Wetter zu nutzen und ein wenig am Strand zu entspannen. Die Picknickdecke war schnell aus dem Auto geholt und ein sonniges Plätzchen genauso zügig gefunden. Im Nachhinein betrachtet, hätten wir uns wohl lieber eincremen sollen, da die Sonne doch stärker war, als wir eingeschätzt hatten. Gut gerötet stapften wir wieder gegen kurz vor drei zum Shop zurück. Nach einem kurzen Telefonat verabredeten wir einen anderen Treffpunkt, da mein Sonnenbrillenfinder nun mit dem Auto unterwegs war. Gegen halb vier hatte ich endlich meine Sonnenbrille wieder J .

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Ohne Verzögerung brachen wir nach San Luis Obispo auf. Obwohl wir etwas verspätet losfuhren, nahmen wir trotzdem die längere Route über den Highway 1, der sich entlang der Westküste durch die Berge schlängelt. Unterwegs tankten wir an der einzigen und völlig überteuerten Tankstelle auf dieser Strecke. Wir wären bestimmt 20 Minuten eher in San Luis Obispo (SLO) gewesen, wenn wir nicht einen Sonntagsfahrer vor uns gehabt hätten, der ständig 10 MPH unter der zugelassenen Geschwindigkeit blieb und sogar an Stellen bremste, die keinerlei Gefahren bargen. Hungrig und erschöpft standen wir gegen 19 Uhr in der Rezeption des Vagabond Inn in SLO.

Das Zimmer schnell bezogen und im Branchenbuch einen Chinesen in der Innenstadt herausgesucht, brachen wir auch schon wieder auf. Wir hatten uns auf der Fahrt nach SLO darauf geeinigt, nach einem Chinesen mit Buffet Ausschau zu halten und nach Möglichkeit dort Abendbrot zu essen. Gesagt getan. Jedoch stellte sich die Parkplatzsuche in SLO als höchst problematisch da. Am gleichen Abend fand der wöchentliche Farmer´s Market statt, eine Art Stadtfest. Die Innenstadt platzte aus allen Nähten. Mit ein bißchen Glück fanden wir eine freie Lücke am Straßenrand. Nach 20 Minuten Fußmarsch im Schneckentempo (die Stadt war halt seeeeehr voll), saßen wir endlich in dem chinesischen Restaurant. Das Buffet bei unserem ersten richtigen Restaurantbesuch in den USA war hervorragend. Ein wenig Erinnerung an die heimischen Chinesen kam bei uns auf.

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Vollgestopft schlenderten wir über den Farmer´s Market zurück zum Auto und fuhren dann wieder ins Motel. Doch der Tag sollte noch nicht zu ende sein. Leider funktionierte unser WC nicht richtig, sodass es letztendlich überlief. Ich lief zur Rezeption herunter, um das Problem zu lösen. Der Hotelangestellte meinte, dass ich einen „Pömpel“ bräuchte. Ich entgegnete ihm, dass ich keinen „Pömpel“ sondern ein funktionierendes WC brauche. Daraufhin gab er uns ohne erneute Umschweife ein neues Zimmer. Nach dem spät abendlichen Umzug fanden wir endlich Ruhe auf unserem neuen Zimmer. Mit funktionierendem WC!



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